Über Uns · UNESCO – Name und Mission
Anerkannte UNESCO-Projektschule · Stufe 3

Wir sind nicht irgendeine UNESCO-Schule.

Wir sind das einzige Gymnasium in Deutschland, das den Namen der UNESCO trägt: nach einem intensiven, mehrjährigen Prüfungsverfahren der Deutschen UNESCO-Kommission. Der Name ist für uns Auftrag, nicht Auszeichnung.

Den Namen zu tragen heißt, ihn zu leben.

Die UNESCO-Schule Essen trägt nicht nur den Namen der UNESCO; sie setzt sich aktiv dafür ein, deren Werte und Ziele zu vermitteln. Dazu gehören Erziehung zur Demokratie auf Basis der Menschenrechte, die Förderung des globalen Lernens, der Erwerb interkultureller Kompetenz durch vielfältige Begegnungen sowie Umwelterziehung im Sinne der Agenda 21 und der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung.

Diese Ziele sind bei uns nicht Projekttag, sondern Lehrplan. Sie prägen, was wir unterrichten, wie wir Konflikte lösen, welche Partnerschaften wir eingehen und welche Projekte wir möglich machen.

Inwiefern der Schulalltag unserer Schülerinnen und Schüler zum Erreichen dieser Ziele geprägt ist, erfahren Sie weiter unten.

Ein weltweites Netzwerk

Was eine UNESCO-Projektschule ist.

Seit 1953 verbindet das UNESCO-Projektschul-Netzwerk (ASPnet, Associated Schools Project Network) Schulen, die sich den Zielen der UNESCO verpflichten: Frieden, Menschenrechte, Nachhaltigkeit, interkultureller Dialog. Koordiniert wird das deutsche Netzwerk von der Deutschen UNESCO-Kommission.

~12 000 UNESCO-Projektschulen weltweit, in über 180 Ländern, eines der ältesten und größten bildungspolitischen Netzwerke der Vereinten Nationen.
~300 Anerkannte UNESCO-Projektschulen in Deutschland. Alle Schulformen, alle Bundesländer.
1 Einziges Gymnasium in Deutschland, das den Namen der UNESCO im eigenen Schulnamen führt, nach intensivem Prüfungsverfahren.
Drei Stufen, ein Weg

Wie Schulen zu UNESCO-Projektschulen werden.

Der Weg in das Netzwerk verläuft in drei Stufen. Er ist lang, die Prüfung streng, und das ist gut so. Wir sind auf der dritten und höchsten Stufe angekommen.

  1. 01

    Interessierte Schule

    Erste Annäherung an das Netzwerk. Die Schule zeigt Interesse, nimmt an Veranstaltungen teil, erprobt erste Projekte im UNESCO-Kontext.

    Einstieg
  2. 02

    Mitarbeitende Schule

    Mehrjährige Mitarbeit: kontinuierliche Projekte, Ausrichtung des Schulprogramms an UNESCO-Werten, Vernetzung mit anderen Projektschulen. Dokumentationspflicht gegenüber der Deutschen UNESCO-Kommission.

    Aufbau
  3. 03

    Anerkannte UNESCO-Projektschule

    Die höchste Stufe. Nach intensiver Prüfung bestätigt die Deutsche UNESCO-Kommission, dass die Schule die Werte der UNESCO im gesamten Schulleben verankert hat: in Unterricht, Schulprogramm, Alltag und Partnerschaften. Nur Schulen dieser Stufe dürfen den Namen „UNESCO-Projektschule" führen.

    Hier sind wir
Fünf Themenfelder der UNESCO

Woran wir arbeiten.

01

Menschenrechte, Frieden und Demokratie

Demokratieerziehung, Klassenrat, Schülervertretung, Gedenkstättenfahrten, Projekte zur Erinnerungskultur. Konflikte gewaltfrei lösen und junge Menschen als mündige Mitgestalterinnen und Mitgestalter ernst nehmen.

02

Interkulturelles Lernen

Über 30 Erstsprachen in unserer Schülerschaft. Austauschprogramme, bilinguale Projekte, kulturelle Feste, Arche-Noah-Projekt. Vielfalt ist bei uns Realität, nicht Lehrplan-Thema.

03

UNESCO-Welterbe

Projekte und Exkursionen zu Welterbestätten in der Region: Zollverein vor der Haustür, Industriekultur als Lernort. Sensibilisierung für den Schutz kulturellen und natürlichen Erbes.

04

Globales Lernen & nachhaltige Entwicklung

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) als Kompass: Schulgarten, Differenzierungskurs „Nachhaltige Gesellschaft", UNESCO-Projekttage zu Klima, Ressourcen und globaler Gerechtigkeit.

05

Bildung für alle & Literacy

Leseförderung, Begabtenförderung, Inklusion. Wir treten dafür ein, dass jede Schülerin und jeder Schüler, unabhängig von Herkunft, Zugang zu höherer Bildung und einem starken Abitur findet.

UNESCO im Schulalltag

Was das konkret bedeutet.

Der Name verpflichtet uns zu einer Vielzahl an Aktivitäten, die über den regulären Unterricht hinausgehen: zwölf Monate im Jahr, in allen Jahrgängen.

  • Zwei UNESCO-Projekttage pro Schuljahr mit jahrgangsübergreifenden Themen
  • UNESCO-Führerschein in der Sekundarstufe I
  • Ausstellungen zu Welttagen der Vereinten Nationen (2 – 3 pro Monat)
  • Ein hauptamtlicher UNESCO-Beauftragter im Kollegium
  • Aktive Mitarbeit in regionalen und bundesweiten UNESCO-Arbeitskreisen
  • Jährliche Berichte und Dokumentationen an die Deutsche UNESCO-Kommission
  • Partnerschaften mit Kulturinstitutionen (Theater und Philharmonie Essen, Aalto-Theater, Museen)
  • Erasmus-Plus-Programm und internationale Schüleraustausche
  • Orientierung an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) im Unterricht
  • Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Schulnetzwerk ASPnet
Unsere Selbstverpflichtung

Den Namen zu tragen heißt, ihm gerecht zu werden — jeden Tag.

Die Aufnahme ins Netzwerk der anerkannten UNESCO-Projektschulen ist kein Schlusspunkt, sondern Versprechen. Wir verpflichten uns, die Werte der UNESCO nicht nur zu unterrichten, sondern zu leben, und unsere Arbeit regelmäßig zur Prüfung zu stellen.

Das bedeutet: Wer unsere Schule verlässt, soll nicht nur ein starkes Abitur in der Hand halten, sondern eine Haltung im Kopf, die in der Welt trägt.

Kollegium der UNESCO-Schule Essen